Dieser Beitrag wurde uns freundlicherweise von www.reptilauge.net zur Verfügung gestellt. Das Copyright für den Beitrag und den Bildern liegt bei Guido Bochow .
Es bestand der Wunsch meines Sohnes ein Terrarium mit zwei Kornnattern zu haben. Meine Erfahrungen mit Terrarien gingen gegen "0", höchstens die Erfahrungen in der Aquaristik konnten mich etwas unterstützen. Auch die Kosten für solch ein Terrarium standen im Fordergrund. Nach kurzem Durchrechnen stand der Entschluss fest, alles selbst zu bauen. Umfangreiche Recherchen folgten, bis es zum "Spatenstich" kam. Die Maße für das Terrarium sollten 150 cm X 90 cm x 60 cm (HxBxT) sein. Dabei war die Breite und die Tiefe aus Platzgründen vorgegeben. Nur die Höhe konnte etwas variabel gestaltet werden. Die Größe des Terrariums sollte für zwei Kornnattern vertretbar sein.
Ich entschloss mich, das Terrarium aus 1,5 cm starken OSB Platten zu bauen. Eine kleine Skizze, um die Maße der Platten zu ermitteln, war schnell gemacht. Die 7 Holzplatten waren auf dem Baumarkt einfach und schnell zugeschnitten.
Nun konnte der Zusammenbau beginnen. Alle Löcher wurden vorgebohrt (2,5 mm Holzbohrer) und mit 4,0 mm x 40 mm Kreuzschlitzschrauben verschraubt. Die Löcher wurden vorher noch mit einem 10 mm Senker (10 mm Spiralbohrer geht auch) angebohrt, damit man die Schraubenköpfe in die Holzplatte versenken kann.
Die Abstände der Schrauben sollten eng bei einander liegen ...
... in meinem Fall habe ich einen Abstand von ca. 10 cm gewählt. Dies sollte die Platten ausreichend fest miteinander verbinden.
Nun konnte das Einkleben der Glasführungsschienen beginnen. Ich habe mich für Glasführungsschienen zur Aufnahme von 4 mm Glasscheiben entschieden. Es musste enschieden werden, ob die Glasführungsschienen mit Silikon oder Patex Montagekleber eingeklebt werden sollten. Ich habe mich für Patex Montagekleber entschieden und habe es auch nicht bereut, wobei hinterher gesehen, Silikon genau so gut funktioniert hätte.
Dies ist eine von zwei Zwischenleisten, welche die Glasfront unterteilen soll, damit die beweglichen Floatglascheiben nicht zu übermäßig groß werden.
Die Glasscheiben werden ringsum mit Glasführungsschienen umfasst, wobei dies sicherlich für die feststehenden Glasscheiben und für die Seitenaufnahme nicht notwendig wäre. Ich hatte aber keine Lust, mir noch eine andere Art der Glasaufnahme auszudenken.
Mit 4 mm Hartfaserplatten konnte ich mir entsprechende Schablonen auf dem Baumarkt zuschneiden lassen, wonach ich dann die entsprechenden Glasscheiben vom Glaser zuschneiden lassen konnte. Wichtig!!! Die Glasführungsschienen an einer Seite noch nicht verkleben, damit man später die Scheiben noch einschieben kann.
Auf dieser Abbildung sieht man einen von zwei Lüftungsschlitzen, die die Belüftung des Terrariums zulassen. Ich hatte vom dem Aussägen nichts getrunken, noch war ich außerstande die Stichsäge gerade zu führen. Ich dachte, dass sich diese Form weniger auffällig in den später künstlich gestalteten Felsen verhalten wird. Ein Lüftungsschlitz befindet sich in der rechten Seitenwand oben ...
... und der andere Lüftungsschlitz in der linken Seitenwand unten.
Um das Terrarium langfristig gegen Feuchtigkeit zu schützen entschloss ich mich, es von innen mit Epoxidharz zu versiegeln. Die Angaben über das Epoxidharz und die Herkunft sind auf dem Foto sehrgut zu erkennen.
Das Zusammenführen von Epoxidharz und Härter, war mit einem Akkuschrauber und einem Rührstab für Farbe schnell durchgeführt. Man sollte beim arbeiten mit Epoxidharz auf jedenfall Schutzbrille und Handschuhe tragen und der Raum gut be- bzw. durchlüftet werden.
Das Auftragen der zwei Schichten Epoxidharz mit einer normalen Farbrolle war schnell erledigt. Das Ergebniss ist bei Epoxidharz immer eine todsichere Sache.
Alle Ecken wurden noch mit einer Silikonfuge versehen ...
... und mit einem Silikonspachtel geglättet. Damit ist das Terrarium auch als Regenwaldterrarium geeignet.
Hinterher entschied ich mich, das Terrarium aus funktionellen Gründen nochmal auf eine Art Podest zu stellen. Dies erfolgte mit einer passenden Bodenplatte unter die 8 verstellbare Füße geschraubt wurden. So ist eine optimale Gewichtsverteilung gewährleistet und mein schiefer Fußboden kann auch ausgegliechen werden.
Damit später die Kornnattern das Terrarium nicht ungewollt verlassen können, muss man ausgesägte Öffnungen auch wieder verschließen. Dies geschieht mit einem Edelstahldrahtgewebe, Maschenweite 0,5 mm. Dies wird mit Klebeband fixiert ...
... und anschließend mit Silikon verklebt.
Zum besseren Halt und auch aus optischen Gründen, habe ich nochmals Zierleisten mit Silikon aufgeklebt.
Dies gefiel mir so gut, dass ich diese Leisten auf alle Übergänge geklebt habe und dies ein sehr sauberes Bild ergab.
Auch die schwarzen Glasführungsschienen konnten dadurch sehr gut überdeckt werden. Damit war das Terrarium soweit fertig und es konnte an die Einrichtung und Technik gehen.
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Dies ist das Terrarium im eingerichteten Zustand. Noch ohne Bewohner, aber die kommen bald.
- Felsrückwand für Terrarien (Folgebeitrag)
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