Dieser Beitrag wurde uns freundlicherweise von www.meine-tierwelt24.de zur Verfügung gestellt. Das Copyright für den Beitrag und den Bildern liegt bei Anna Pohl.
Wissenschaftlicher Name: Blaptica Dubia
Allgemeines:
Argentinische Schaben lassen sich leicht züchten und eigenen sich wunderbar als Futtertiere für viele Reptilien. Sie sind geruchsneutral und bei guter Pflege und Fütterung vermehren sie sich auch sehr gut.
Die Lebenserwartung dieser Tierchen beträgt 1 - 1 ½ Jahre
Größe und Geschlechtsmerkmale:
Mit nur etwa 4 - 6 cm Gesamtgröße sind diese Schaben sehr beliebtes Futtertier, insbesondere für Echsen. Die Weibchen sind flügellos und mit etwa 7 mm Körperumfang kräftiger als die männlichen Tiere.
Männchen ( Das Männchen ist geflügelt und ca. 5 mm dick )
Ernährung:
Bekannt ist das Schaben Allesfresser sind. Als Trockenfutter sind Haferflocken, Flockenfutter für Fische, Hundeflocken, Vollkorn- und Getreideflocken oder Gemüseflocken geeignet. Die Haferflocken können so auf einer Schale angerichtet werden oder man streut sie einfach über den Boden.
Nicht zur Verfütterung geeignet sind Auberginen, Kohlsorten, Paprika, Radischen, Rettich, Futterrüben, Spinat, Kiwi, Pfirsiche und Pflaumen.
Extra Trinkwasser muss nicht angeboten werden wenn frische Nahrung wie z. B. Löwenzahn, Karotten, Äpfel, Orangen etc. alle 2 - 3 Tage frisch angeboten werden.
ACHTUNG: Nicht aufgefressenes Frischfutter sollte aus dem Behälter entfernt werden, da es sonst zu Schimmelbildung und Milbenbildung kommen kann.
Temperatur/Luftfeuchtigkeit:
Als eine Ideale Temperatur gilt etwa 30°C. Damit die Temperatur gewährleistet werden kann gibt es viele verschiedene Möglichkeiten.
Wer seine Schaben in einem Zuchtschrank hält muss nicht extra eine Beleuchtung einbauen. Da die Tiere ohnehin nachtaktiv sind fühlen sie sich im dunklen Schrank sehr wohl. Auf dem Boden des Schrankes kann man beispielsweise Heizkabel verlegen und so die Temperatur steuern.
Eine andere Alternative sind Heizmatten unter den Kisten. Die Heizmatten sollten jedoch nicht den ganzen Boden der Boxen abdecken, so erhält man unterschiedliche Temperaturen in der Box und die Tiere können sich aussuchen ob sie es lieber richtig warm, oder doch lieber etwas kühler mögen.
Da die Tiere ohnehin Nachtaktiv sind, kann man die Wärmeansprüche der Tiere auch gerne berücksichtigen. Tagsüber, wenn sie ohnehin nicht aktiv sind eine Temperatur von etwa 20° und Nachts, wenn sie aktiv werden eine Temperatur von 30°C. Da vermehren sich die Tiere auch besser.
Haltung:
Als Behälter eignet sich jeder glattwandige Behälter mit einem Deckel der sich dicht verschließen lässt. Ganz wichtig ist hier, wie bei den meisten Insekten, jede noch so kleine Öffnung sollte so verschlossen werden, das die Jungtiere nicht Entweichen können! Aber bitte nicht Luftdicht verschließen. Belüftung kann durch Gaze erreicht werden. Eine vernünftige Belüftung ist unabdingbar und beugt zudem vor Geruch- und Schimmelbildung vor.
Als Behältnis eigenen sich unter anderem die so genannten "Toy-Boxen". Da diese meist auch Transparent sind hat man immer einen guten Blick auf die Tierchen.
Einrichten sollte man seine Boxen mit leeren Eierpappkarton oder auch Papprollen. Diese sollten mehrmals übereinander gestapelt werden und dient den Schaben in erster Linie als Unterschlupf, außerdem entstehen dadurch Wärmezonen. Je mehr Schaben man hält, desto höher sollte die Aufstockung sein. Empfehlenswert sind mindestens 3 Schichten.
Auf Bodengrund kann man, wenn man das nicht möchte, verzichten. Zu empfehlen ist aber beispielsweise eine kleine Schicht Holzspäne, Haferflocken, Hundeflocken usw.
Die Tiere leben in einer großen Populationsdichte und mögen es daher recht eng.
Vermehrung/Zucht:
Für eine schnell voranschreitende Zucht ist eine Durchschnittliche Temperatur von 28° - 30°C zu empfehlen. Damit kann man die Entwicklungszeit erheblich verkürzen.
Bei einer Temperatur von 23° - 25°C dauert es gute 6 Monate bis die letzte Häutung stattgefunden hat. Bei einer Temperatur von 28° - 30°C findet die letzte Häutung bereits nach 7 - 9 Wochen statt. Die Geschlechtsreife ist so nach ca. 6 Wochen erreicht.
Aus einem Oothek schlüpfen zwischen 15 und 30 Junge. Schon nach 7 - 8 Wochen legt ein Weibchen eine Eikapsel ab wenn sie bei konstanten Temperaturen um die 23° bis 25°C gehalten wird.
Die Temperatur sollte allerdings, wie bei den meisten Schabenarten nicht über die 32°C kommen. Die Tiere verfallen in eine Hitzestarre und sterben.
Zu Beginn der Zucht muss man etwas geduldig sein, bis die ersten Schaben-Minis zu sehen sind. Doch wenn man mal den Anfang hat, kommt es häufig Schlag auf Schlag.
Die aufeinander gestapelten Eierkartons dienen den Weibchen dazu die frisch geschlüpften Jungtiere in eine Kuhle des Kartons zu legen. Das Weibchen bleibt dann so lange über den Jungtieren sitzen bis dessen Panzer ausgehärtet ist.
Sonstiges/Besonderes und Wissenswertes:
Die Schaben sind Nachtaktiv und lieben die Dunkelheit, erst dann werden sie so richtig munter. Dennoch sollte man sie nicht einer ganztägigen Dunkelheit aussetzen, sondern sie den Tages- und Nacht-Rhythmus einhalten.
In einer Box mit der Größe 30x20x20 cm kann man ohne Schwierigkeiten 50 - 100 Stück halten. Nicht zu vergessen ist, dass das Becken gereinigt werden muss. Die Tiere Koten (lässt sich am besten an den Eierschachteln erkennen; sie werden fleckig). Etwa alle 4 - 6 Monate sollte man reinigen. Sollte aber jeder für sich selbst entscheiden wann man es reinigen möchte.
Bitte bedenkt, dass die Pfleglinge, an die man die Schaben verfüttern möchte, immer indirekt das bekommen was man den Schaben verfüttert hat. Daher stellt Flockenfutter eine ausgewogene Ernährung dar mit man mit frischem Futter alle 2-3 Tage ergänzt.
Ein großer Vorteil bei der Zucht ist unter anderem, dass man die Jungtiere mit den ausgewachsenen in einem Behälter belassen kann. Die Eltern fressen ihre Jungen nicht auf!
Tote Schaben sollte man möglichst gleich aus dem Behälter entfernen.
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