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Als erstes natürlich der Rohbau bei dem schönen Wetter draußen. Drei große Scheiben hatte ich von einem alten Mieter noch auf dem Dachboden stehen und so richtete ich mich mit dem Terra danach. Als Grundgerüst kamen 4x4cm gehobelt und geschliffene Hölzer zum Einsatz. Ich wählte sie recht dünn, da die äußeren Wände mit 21mm Verlegeplatten doch schon sehr stabil und schwer waren. Die Platten sind übrigens impregniert und Feuchtraum geeignet. Den Boden sollte man ruhig etwas sicherer machen, denn je nach Sandmenge hat er doch etliches zu tragen. Ich hab extra ein Brett (hochkant) und Waschbeckenhalterungen drunter gesetz. Mich hat es locker ausgehalten.
Dann hieß es alles wieder zerlegen. Ich hab zwar eine recht große Tür zum Wohnzimmer, aber sie reichte dennoch nicht. Drinne also alles wieder verschraubt. Zum Glück half mir unsere Tochter.
Als nächstes wurden alle Wände mit Styroporplatten (4cm wie die Hölzer in den Ecken) beklebt. Man will ja später nur das Terra heizen und nicht den ganzen Raum. An die Wände kamen dann noch Vorsprünge und eine Höhle. Alles aus den Restern geschnitten und mit einer Heißluftpistole in Form gebracht. Für den sicheren Halt an den Wänden kann man lange Schrauben oder sonstiges versenken. Meine sind nur mit Silikon verklebt und halten Bombenfest. Legt man mehrere kleine Stücke übereinander sollte man nicht zu größe Lücken lassen, dort könnten sich später Futtertiere vergriechen.
Für die nächste Arbeit habe ich viel im internet gelesen. Die beste Variante füe die Rückwand soll wohl Styropor und Fliesenkleber sein. Also dünnen Fliesenkleber eingerührt und mit einer Malerbürste aufgetragen. Kleine Kinder hätten ihre helle Freude gehabt. Das ganze sollte dann richtig trocknen und einige male wiederholt werden. Hierfür ruhig viel Zeit nehmen. Je besser eine Schicht trocknet um so besser hält die nächste. Ich habe insgesamt eine Woche gebraucht. Vormittag pinseln und dann während meiner Spätschicht auf Arbeit trocknen lassen.
Nach der ersten Schicht gefiel mir das Ganze aber nicht so recht. Ich strich mit der Hand drüber und der Fliesenkleber rieselte sandig runter. Also hab ich nochmals im Netz gelesen und auch in einem Forum geschrieben. Mit dem Ergebnis, dass es keine eindeutige Meinung dazu gab. Einige versiegeln es zum Schluss noch mit Lack, das wollte ich aber nicht.
www.terraon.de
Ich hab schon einige male selber gefliest und bin der Meinung Fliesenkleber bleibt immer etwas bröselig. Fugenmörtel dagegen wird richtig hart und auch wasserdicht. Das war also mein nächster Versuch. Flexibler Fugenmörtel! Da dieser wie Brei wird lässt er sich natürlich viel besser auftragen und verarbeiten. Es dauerte einige Tage bis ich genug Schichten aufgebracht hatte. In die letzten beiden mischte ich je eine Flasche Abtönfarbe und tupfte sie mit einem richtig dicken Malerpinsel auf. Das Ergebnis war eine gut strukturierte und farblich unterschiedliche Oberfläche. Ich war zufrieden!
Nebenbei bastelte ich an der Elektrik. Meine Lieblingsarbeit, also viel Spielerei rein. Überall ist zu lesen man braucht unterschiedliche Temperaturzonen, also brauch ich auch drei Thermometer. Was mir allerdings in einer Naturnachbildung gar nicht gefällt sind sichtbare technische Geräte. Das passt da absolut nicht rein. Also mussten digitale Thermometer mit Messfühler her. Diese hab ich dann komplett zerlegt, die Anzeige vorne sichtbar angebracht, den Rest versteckt, die Messfühler verlängert und in die Wände eingearbeitet.
Dazu kamen dann noch drei Zeitschaltuhren für normale Tagesbeleuchtung, HQI-Brenner und UV-Bestrahlung. Diese wurden natürlich auch erstmal zerlegt und alles neu verlötet und verlegt. Das Ergebnis sieht man hier.
Diese Zeitschaltuhren sind inzwischen weg und die ganze Lichtsteuerung übernimmt jetzt ein Rechner. Ich werde dazu sicher auch mal Bilder und Tips liefern. Wer Fragen hat kann mir gerne schreiben. eMail
Kommen wir nun zur Beleuchtung: Zuerst hatte ich die Decke mit Alu-Streckgitter bespannt und die Lampen einfach drüber gesetzt. Später musste ich dann feststellen, dass sich Heimchen recht klein machen können und gut klettern können. Da ich im Wohnzimmer aber keine Heimchenzucht haben wollte musste ich alles umgestalten. Es kam also eine feste Decke rein. Diese beklebte ich als erstes mit Alufolie und setzte dann die Lampen ein.
Zum Einsatz kamen für die Tagesbeleuchtung zwei T5-Röhren mit 90cm, 30 Watt und den Farbcode 965. Das war nicht so einfach. Röhren gibt es überall, aber dieser Farbcode und dann auch noch 90cm..... 1,20m sind kein Problem. Ein Elektrikereinkauf war dann so nett und bestellte mir welche obwohl ich weder Elektriker noch Selbstständig bin. Vielen Dank hiermit nochmal. Die Halterung war nicht ganz so schlimm. Da 90er allerdings sehr teuer sind kaufte ich hier 120er und startete die Flex. Sieht ja nachher eh keiner mehr :-) Als Spots und zum Heizen ersteigerte ich mir bei eBay richtig günstig zwei HQI-Strahler mit je 70 Watt. Für den Sonnen und UV-Ersatz musste ich wieder viel lesen.Röhren haben einen niedrigen Verbrauch,wirken aber nur bis etwa 30cm. Das fiel bei 1,20m Terrariumhöhe gleich flach. Halte eh nichts von denen, denn wessen Terra ist nur 30cm hoch? Dann gibts es noch UV-Spots. Diese geben genug Strahlung ab, haben aber bis zu 150 Watt und wenn sie den ganzen Tag laufen wird das mächtig teuer. So entschied ich mich für eine 300 Watt Osram Vitalux. Diese gibt so viel Strahlung ab, dass man sie jeden Tag höchstens 20min braucht. Das rechnet sich auch bei 300 Watt noch. Wichtig ist nur der Abstand - mindestens 80cm !!!
Die gesamte Lichtanlage wird über einen Rechner mit Relaiskarte gesteuert. Als Software bekommt man einfache Programme, die man wie eine Wochenzeitschaltuhr programmieren kann. Besser wird es mit Licht24Pro. Diese Software verfügt über eine Astrozeit mit der sich nach Breiten- und Längengraden die exakten Sonnenauf- und Untergangszeiten berechnen und als Schaltzeiten nutzen lassen. Damit erspart man sich das ständige Umprogrammieren um den Tieren im Sommer länger und im Winter kürzere Tage zu simulieren.
Bis auf ein paar Kleinigkeiten sieht man hier nun das fertige Ergebnis
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