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letzter vom: 05.02.08

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Argentinische Waldschaben
(Anna Pohl)




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Dieser Beitrag wurde uns freundlicherweise von www.reptilauge.net zur Verfügung gestellt. Das Copyright für den Beitrag und den Bildern liegt bei Guido Bochow .

 




Nach dem Bau des Terrarium 90 cm x 60 cm x 150 cm (BxTxH), geht es nun an die Ausgestaltung. Da das Terrarium für zwei Kornnattern sein soll, schwebte mir vor, dass die Rückwand und die Seitenwände mit künstlichen Felsen ausgestaltet werden sollten. Diese Felswände sollten Klettermöglichkeiten, Liegeplätze und einen kleinen Wasserfall enthalten. Die Felswände sollten relativ natürlich aussehen, bei vielen Felsrückwänden bei Terrarien kann man oftmals noch die einzelnen Styroporstücke erkennen, die mehr oder weniger symmetrisch an die Rückwand geklebt wurden. Ich verwendete dabei eine Technik, welche ich schon bei meiner Aquarienrückwand benutzt hatte. Diese Rückwand hat sich schon seit 2 Jahren bewährt und mit eine paar Veränderungen der Materialien sollte dies beim Terrarium genau so gut funktionieren.

Aus Styroporplatten (5 cm stark) Vorsprünge und Unebenheiten schneiden, diese mit einem Heißluftfön aufschmelzen und mit Silikon an die Terrarienrückwand kleben. Es ist wichtig, dass man nicht so gleichmäßig arbeitet, dann wirkt die Rückwand später natürlicher. Die Vorsprünge und Unebenheiten sollten sehr deutlich raus gearbeitet werden, damit man sie später noch erkennen kann. Zwischen den einzelnen Styroporteilen sollte eine Lücke von ca. 1 bis 2 cm sein.





Nach einer Trocknungszeit von ca. 24 Stunden werden die Lücken mit PU-Schaum ausgefüllt. Es bietet sich an, dabei Handschuhe zu tragen und der Raum muss gut belüftet sein. Mit dem PU-Schaum muss man sehr dosiert arbeiten, damit der Schaum nach seiner Ausdehnung nicht nach unten läuft. Jetzt wieder mindestens 12 Stunden den PU-Schaum aushärten lassen.
Anschließend wird der PU-Schaum in Form geschnitten. Das bedeutet, dass der PU-Schaum der zu weit aus der Fuge getreten ist so abgeschnitten wird, dass ein gleichmäßiger Übergang entsteht. Außerdem hält später der Fließenkleber besser auf der rauen Schnittfläche. Grundsätzlich sollte die glatte Oberfläche des PU-Schaumes etwas aufgeraut werden.





Jetzt kommt der erste Unterschied zur Aquarienrückwand. Dort hatte ich weißen Portlandzement verwendet. Da aber die Terrarienrückwand nicht im Wasser steht und auch ein Aquarium statischer ist, als ein Terrarium musste der Portlandzement durch Flexiblen Fliesenkleber ersetzt werden. Dieser kann wesentlich besser eventuelle Spannungen in der Rückwand ausgleichen, als ein normaler Zement. Der Fliesenkleber wird mit Wasser, am besten mechanisch, angemischt. Die Konsistenz sollte nicht zu flüssig sein. Auch sollte man nicht zu viel Kleber mit einmal anrühren, sondern sich Stück für Stück vornehmen.

Im ersten Gang des Klebers auftragen heißt die Parole, erst mal ran damit und verteilen. Das geht am besten mit den Händen, dabei aber Gummihandschuhe anziehen. Ein flacher fester Pinsel und ein schmaler Spachtel eignen sich ebenfalls. Nach dem Trocknen, ca. nach 24 bis 48 Stunden kann man die nächste Schicht auftragen. Hier entscheidet sich, wir gut die Felswand aussieht. Trägt man nur eine dünne Schicht auf, dann kann man die Styroporstücke hinterher noch erkennen und die Natürlichkeit ist dahin. Wird nach und nach eine relativ dicke Schicht aufgetragen (ca. 1 bis 2 cm), dann kommt man einer natürlichen Felswand wesentlich näher. Auf meiner Rückwand kleben zum Schluss insgesamt 25 kg Fliesenkleben.

Nach dem Auftragen der letzten Schicht ist es wichtig die Oberfläche zu gestalten. Man trägt die letzte Schicht auf und kann dann mit einem Schwamm, Lappen oder Pinsel die Oberfläche gestalten. Der Schwamm, Lappen oder Pinsel sollte dabei immer mit Wasser befeuchtet werden. Ich habe mich für die Pinselvariante entschieden. Nachdem ich die letzte Schicht ca. 1 Stunde hab antrocknen lassen, bin ich mit dem Pinsel, leichtem Druck und kreisenden Bewegungen über die Oberfläche gegangen. Auch gleichmäßig gezogene Pinselstriche haben die Oberfläche struckturiert. Jetzt wieder die Rückwand gut durch trocknen lassen. Ich habe sie erst mal für 3 Tage in ruhe gelassen.

Jetzt kommt der zweite Unterschied zur Aquarienrückwand. Nach einiger Zeit setzten sich auf der Rückwand im Aquarium Algen an, welche die Rückwand ganz natürlich aussehen lassen. Darauf kann man bei einem Terrarium und eine Luftfeuchtigkeit von ca. 50% - 60% nicht hoffen. Also sollte man die Oberfläche noch etwas farblich gestalten. Dies habe ich mit flexiblem Fugenzement gemacht, den es in vielen Farben gibt. Man kann mehrere Farben verwenden, um entsprechende Schattierungen zu schaffen. Ich habe mich für einen Farbton entschieden. Man mischt den Fugenzement mit Wasser, dieser sollte dann recht dünnflüssig sein, in etwa wie Jogurt. Wieder nur kleinere Mengen mischen und sofort verarbeiten. Man trägt den Fugenzemtent mit einem Pinsel auf und bleibt in der Struktur der Oberflächengestaltung. Nach ca. 5 Tagen hat der Kleber und der Zement so abgebunden, dass selbst der kleine Wasserfall Wasserdicht ist und nicht versiegelt werden muss.

Natürlich kommt die Rückwand erst mit den anderen Einrichtungsgegenständen wie Pflanzen, Ästen usw. richtig zur Geltung. Ich verwende zum Beispiel Weinstockreben, welche ich auf einem Weingut in der Nähe kostenlos holen konnte.

Ich wünsche allen beim Nachbauen viel Spaß!

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